Kreativhafen Offenbach
Konzept

Die Idee zur Entwicklung des Quartiers baut auf folgenden entwurfsleitenden Prinzipien auf:
Großes und differenziertes Grün- und Freiflächen Angebot mit besonderem Augenmerk auf den Umgang mit dem Uferbereich und des Wassers, sowie der Schaffung eines Quartiers- und Stadtteilzentrums.
Entwicklung eines zentralen Campus für Kultur- und Kreativschaffende, sowie neue weitestgehend nutzungsoffenen Gebäudetypologien mit Wohn- Gewerbe und Büroangeboten.
Markierung der Quartierseingänge durch qualitativ hochwertige und markante Bebauung in prominenter Lage.
Anbinden des neuen Areals an das Nordend im Sinne einer bestmöglichen Vernetzung

Die Elemente des städtebaulichen Konzepts

Die Offenbacher Hochschule für Gestaltung
bildet die Basis des Kreativcampus und ist somit maßgebend für die zukünftige Entwicklung des Quartiers und der Ansiedlung kreativer Branchen sowie Bildungseinrichtungen. Die Einrichtungen der Hochschule gruppieren sich um einen internen Campus der als räumliches und funktionales Bindeglied die einzelnen Komplexe vernetzt.

Ein neuer Schulstandort
ist eng an den Hochschulcampus angebunden und bietet kreative Lernbereiche wie Musik- oder Schauspiel. Durch die Nähe zum neuen Theater entstehen Synergien zwischen Lehre und Praxis. Zusammen mit der Offenbacher Hochschule für Gestaltung entsteht so ein großer zentraler Kreativcampus im Norden Offenbachs.
Dieses Ensemble wird durch eine Grundschule mit integrierter Kindertagesstätte erweitert.

Der Nordring
Durch breitere Fuß-und Radwege wird der öffentliche Raum aufgewertet und die trennenden Wirkung des Nordrings gemindert. Entlang des Stadtquartiers weitet sich der Gehweg zu einer Promenade mit einer Baumreihe auf. Im Erdgeschoss sind einzelne Ladenzonen angeordnet die für zusätzliche Belebung des Straßenraums sorgen.

Das neue Quartierszentrum
orientiert sich an das Ende des Hafenbeckens. Der großzügige öffentliche Quartiersplatz wird vom Kreativcampus, dem Quartiershaus und den Wohn- und Bürofeldern im Norden eingerahmt und dient als Gelenk und Bindeglied zwischen den einzelnen Nutzungen. Im Westen führt eine ausladende, tribünenartige Treppenanlage mit eingelassenen Sitzstufen in das Hafenbecken und bezieht so das Element Wasser in die Planung mit ein.
Im Quartiershaus wird unter anderem das Nordend Büro, sowie das Büro „Offenbacher Kreativstelle“ untergebracht und dient als zentralen Anlaufstelle der Anwohner.

Landschaftsfugen
Die Flucht der Straßenzüge der Taunusstraße und Ludwigstraße werden in das Areal erweitert und sind als „grüne Achsen“ im Stadtbild erlebbar. Als grüne Korridore vernetzen sie Nordend und Hafenquartier und bilden die parkartige Zugänge zu den Freibereichen. Der alte Kran wird als Blickfang in die Sichtachse gelegt.

Der Boulevard
führt entlang der Kaimauer des gesamten Uferbereichs zwischen Carl-Ulrich- und Kaiserleibrücke und schließt somit die Lücke des Mainradwegs im Bereich des alten Hafens. Auf dem Boulevard bleiben zudem mit den beiden alten Kränen zwei Industriekulturgüter erhalten. Vor der Kulisse des Hafenquartiers ergänzen Cafés und Restaurants das Angebot und sorgen für Belebung des Kais.

Der Uferpark
zieht sich an der Südseite der Hafenmole vom Hotelturm bis zum Quartiersplatz. Das Ufer liegt hier im Vergleich zum Boulevard nur knapp über den Mainspiegel, so dass das Wasser erlebbar wird.

Markierung der Eingänge
Die exponierte Lage an der Westspitze der Hafenmole ist Standort für ein hochwertiges Architekturhighlight als Endpunkt des Quartiers. Dieses Bauprojekt ist als Leuchttumprojekt wichtiger Baustein für die Entwicklung des Hafenquartiers und des Stadtimages.
Vom Obersten Geschoss des Hotels bietet sich ein atemberaubender Ausblick über die Skyline Offenbachs und Frankfurt. Aufgrund dessen bietet sich eine Towerbar als Treffpunkt an.
Am Endpunkt der Kaiserstraße entsteht als Pendant zum Hauptbahnhof ein Theater neben der Schauspielschule. Gleichzeitig akzentuiert der Bau den Eingang ins Quartier.

Wohn- und Arbeitsangebot
Im Norden bildet eine Riegelbebauung zum Main und zum Osthafen den Abschluss des Hafenareals. Richtung Hafenbecken und Uferpark öffnet die Bebauung zum öffentlichen Freiraum. Zwischen Nordring und Boulevard bieten sich im Westen unterschiedliche Angebote der Wohn- und Gewerbenutzung.

Das Verkehrskonzept
Die Lilistraße wird über das Hafenbecken hinaus erweitert und dient als Haupterschließungsstraße der Hafenmole. Die Straße bindet im Osten wieder an den Nordring an. Die einzelnen Gebäudekomplexe werden durch Stichstraßen erschlossen, hier finden sich auch die Einfahrten zu den Tiefgaragen. Weiteres Parken ist entlang den großzügigen Straßenzügen organisiert.
Anschluss an den ÖPNV ist durch Bushaltestellen entlang des Nordrings und der Nähe zu den U-Bahnstationen gegeben.