Weinmuseum Iphofen
Konzept

Erschliessung
Der Bau wird weiterhin von der Pfarrgasse aus erschlossen, um die Hoferschließung zu erhalten. Der Haupteingang wird in den Neubau verlegt und durch ein auskragendes Betonelement hervorgehoben. Die Geschosse des Neubaus werden im Vergleich zum Altbau als Zwischengeschoss ausgebildet und zentral von einem Erschliessungskern, bestehend aus einer Treppen, sowie einer behindertengerechte Aufzuganlage erschlossen.

Grundrissaufteilung
Vom Eingang gelangt man in einen großzügigen Empfangs und Foyerbereich mit einer Laden-und Thekenzone. Im Süden liegt der Pädagogikraum, sowie ein WC-Kern der sich bis ins Untergeschoss zieht. Ebenso das Büro und ein Lager. Der Altbau bleibt in seiner Substanz und Grundrissaufteilung grundlegend erhalten und wird komplett als Ausstellungsfläche genutzt, im Dach sind zusätzliche Lagerräume vorggesehen. Im Untergeschoss findet sich im Süden der Veranstaltungsraum, der durch Fenster vom Fluchtweg aus belichtet wird. Im Südosten liegt der Technikraum. Der gesamte Rest, sowie das Obergeschoss, ist als Ausstellungsfläche vorgesehen. Von hier aus ist auch der Mittagsturm über eine Treppe erschlossen. Der Mittagsturm ist in 4 Geschosse unterteilt und wird durch eine mittig liegende Treppe erlebbar. Von den einzelnen Eben aus blickt man zum Rödelseer Tor oder in die Innenstadt.

Gebäudeform/Fassadengestaltung
Die Außenmauer der Nebengebäude und die der Nachbarbebauung bleibt als Bruchsteinmauerwerk erhalten. Auf diese Mauer wird das neue Obergeschoss gesetzt. Die bestehende Stadtmauer wird wie der Wehrgang in den Entwurf integriert. Die Fassade zum Innenhofs wird im Neubau komplett verglast und zeigt sich großzügig und offen. Zur Kirche hin ist die Fassade geschlossen, jedoch erlauben einige wenige Fensterschlitze einen Blick auf die Kirche. Ähnlich ist es an der Nordseite: Eine große Fensteröffnung ermöglicht einen Blick auf das bekannte Rödeslseer Tor. Kleine Fensteröffnungen im Erschließungskern zeigen die Landschaft und den Iphofener Stadtgraben. Insgesamt entsteht durch den Neubau ein dezenter Kontrast zum barocken Altbau, der sich in die umliegende Bebauung harmonisch einpasst.

Fluchtwege
Der ehemalige Haupteingang des Altbaus wird als Fluchtweg umgenutzt, ebenso die Treppe vom Gewölbekeller in den Innenhof. Eine zusätzliche Fluchttreppe wird im Untergeschoss, neben dem Veranstaltungsraum angeordnet.

Barrierefreiheit
Das gesamte Gebäude ist aufgrund des rollstuhlgerechten Aufzugs barrierefrei erschließbar. Die einzige Ausnahme bildet der Mittagsturm, der mit seiner begrenzten Grundfläche nur eine fußläufige Erschließung zulässt.